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Regattabericht Weltcup 3 Luzern

Kurzbericht:

Der dritte und letzte Weltcup der Saison fand auf dem Rotsee in Luzern statt, meinem Heimgewässer. Für mich war es ein besonderes Wochenende, denn ich bin zum ersten Mal auf Elite-Niveau im Einer gestartet.

Im Vorlauf traf ich direkt auf einen der grossen Namen im Einer der Männer, Simon van Dorp aus den Niederlanden. Ich wählte die Strategie, mich vom Start weg an die Spitze des Feldes zu legen. Über alle Zwischenzeiten hinweg konnte ich die Spitzenposition halten, van Dorp und der US-Amerikaner Samuel Melvin blieben dabei nie mehr als eine gute Sekunde entfernt. Im Sprint auf die Ziellinie reichte es am Schluss nur um Zehntel nicht für den Vorlaufsieg. Dank einer sehr schnellen Zeit qualifizierte ich mich direkt für den Viertelfinal.

Im Viertelfinal hiess mein Gegner Yauheni Zalaty, Vize-Olympiasieger aus Belarus. Wir waren praktisch über das ganze Rennen gleichauf, ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen von Anfang bis Schluss. Erst im Endspurt konnte Zalaty noch an mir vorbeiziehen. Ich behauptete mich auf dem zweiten Rang und sicherte mir damit den Einzug in den Halbfinal.

Im Halbfinal lag lange der Niederländer Simon van Dorp in Führung, doch ich liess ihn nie richtig wegziehen. In der Schlussphase des Rennens ging ich gemeinsam mit Zalaty noch an ihm vorbei. Mit dem zweiten Rang sicherte ich mir den Finaleinzug, mein erstes A-Final im Einer auf Weltcup-Niveau.

Im A-Final startete ich genauso unerschrocken wie in den Rennen zuvor, nur Olympiasieger Oliver Zeidler war noch schneller aus den Blöcken. Über die ersten 750 Meter konnte ich mich auf dem dritten Rang halten, knapp hinter dem Olympiadritten van Dorp. Dann zog der US-Amerikaner Melvin vorbei, kurz darauf auch Zalaty. Ich versuchte, an beiden dranzubleiben und behauptete damit den fünften Rang gegenüber dem Slowenen. Als das Tempo auf die Ziellinie hin noch einmal anzog, wurde sogar van Dorp von Zalaty und Melvin noch vom Podest verdrängt. Ich beendete mein erstes Weltcup-Final im Einer auf dem starken 5. Rang.

Highlight:

Mein erster Start im Skiff auf Elite-Niveau, und das direkt mit dem Einzug in den A-Final und Rang 5. Ich bin unglaublich dankbar für meine Familie, Freunde und Sponsoren die mich an allen Rennen so zahlreich und lautstark vom Ufer angefeuert haben. Diese tolle Unterstützung auf meinem Heimgewässer, war ein riesige Motivation.

Lowlight:

Im Final hat es leider nicht für einen Exploit und eine Medaille gereicht. Auf der zweiten Streckenhälfte zogen die Konkurrenten noch einmal an.

Ausblick:

Diese Woche steht im Zeichen der Schweizermeisterschaften, die am Wochenende vom 4. bis 5. Juli ebenfalls auf dem Rotsee stattfinden. Dort werde ich im Skiff sowie im Doppelzweier mit Maurin an den Start gehen. Danach folgen ein paar Tage Erholung, bevor wir für drei Wochen ins Trainingslager nach Vichy reisen. Dort bereite ich mich gezielt im Einer auf die Europameisterschaften in Varese vom 31. Juli bis 2. August vor.

Schlussbericht von SWISSROWING

Schlussbericht SRF Sport

SRF Interview nach dem Halbfinal

SRF Interview nach dem Rennen

Renn-Video

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