
Regattabericht Europameisterschaften Varese, Italien
Kurzbericht:
Das vergangene Wochenende war ein ganz besonderes für mich: meine ersten Europameisterschaften im Einer. Nach einem dreiwöchigen Trainingslager in Vichy, wo wir viele Kilometer auf dem Wasser, auf dem Rennrad und im Kraftraum verbracht haben, reisten wir nach Varese, um bestmöglich vorbereitet in die EM zu starten.
Im Vorlauf lief es von Beginn weg ausgezeichnet. Ich gewann das Rennen vor dem amtierenden Weltmeister aus Griechenland, Stefanos Ntouskos, und stellte dabei eine neue persönliche Bestzeit im Skiff auf: 6:43 Minuten. Ein starkes Zeichen gleich zum Auftakt.
Im Halbfinal traf ich erneut auf Ntouskos. Ich führte das Rennen über weite Strecken an und ruderte ein weiteres starkes Rennen. Erst kurz vor der Ziellinie kam der Rumäne mit einem starken Endspurt an mir und dem Griechen vorbei. Ich sicherte mir mit dem zweiten Rang souverän den Finaleinzug.
In den Final ging ich zuversichtlich und mit dem klaren Ziel, um die Medaillen mitzufahren. Vom Start weg konnte ich mit den besten Einerfahrern der Welt mithalten. Leider fand ich nach der Streckenhälfte nicht mehr den effizienten und schnellen Streckenschlag der Vorrennen und verlor im Vergleich zu den Medaillenrängen zunehmend an Boden. Es war danach sehr schwierig, erneut Tempo aufzubauen. Ich beendete meine ersten Europameisterschaften im Skiff auf dem 6. Rang. Das Rennen gewann der amtierende Olympiasieger Oliver Zeidler aus Deutschland, vor dem Olympia-Zweiten Yauheni Zalaty aus Belarus und dem Olympiasieger von Tokio, Stefanos Ntouskos aus Griechenland.
Highlight:
Die Rennen im Vorlauf und im Halbfinal waren richtig stark und geben mir viel Zuversicht für die Zukunft. Eine neue persönliche Bestzeit von 6:43 Minuten im Skiff aufzustellen zeigt, dass die harte Arbeit der letzten Wochen Früchte trägt.
Lowlight:
Im Final konnte ich leider nicht an die Leistungen der Vorrennen anknüpfen. Der effiziente Streckenschlag fehlte auf der zweiten Streckenhälfte und so war es nicht möglich, um die Medaillen mitzukämpfen. Das schmerzt, vor allem weil ich weiss, dass mehr drin liegt.
Ausblick:
Jetzt gönne ich mir drei Tage Erholung zuhause mit Fischen, Wandern und Abschalten. Ab Donnerstag starten dann die letzten Vorbereitungen in Sarnen, wo wir den letzten Feinschliff für die Weltmeisterschaften in Amsterdam machen. Ende August ist es so weit. Die Motivation ist gross.
Schlussbericht von SWISSROWING
Schlussbericht SRF Sport
Bericht nach Vorlauf SRF Sport
SRF Bericht Sportpanorama
Renn-Video (ab 1:19:20)
