
Regattabericht Weltmeisterschaften Amsterdam, Niederlande
Kurzbericht:
Die Weltmeisterschaften in Amsterdam waren das grosse Highlight dieser Saison. Nach intensiven Trainingswochen reisten wir gut vorbereitet an den Bosbaan. Die Bedingungen dort waren anspruchsvoll: starker Seitenwind und sich ständig ändernde Verhältnisse auf dem Wasser.
Im Vorlauf startete ich souverän und gewann das Rennen. Mit der drittschnellsten Zeit aller Boote qualifizierte ich mich direkt für den Viertelfinal. Ein starkes Zeichen zum Auftakt und eine grosse Portion Zuversicht für die weiteren Rennen.
Im Viertelfinal traf ich bereits auf den amtierenden Olympiasieger Oliver Zeidler aus Deutschland. Ich ruderte ein starkes Rennen und belegte den zweiten Rang mit einem Rückstand von nur zwei Sekunden auf den Sieger. Dritter wurde der Leichtgewichts-Olympiasieger aus Irland.
Im Halbfinal wartete erneut starke Konkurrenz: der Vize-Olympiasieger Yauheni Zalaty aus Belarus, der amtierende Weltmeister Stefanos Ntouskos aus Griechenland, sowie der Norweger und der Franzose. Ich ruderte ein gutes Rennen, doch es reichte am Ende nicht für den Finaleinzug. Ich beendete den Halbfinal auf dem 5. Rang. Erschwerend dazu kam, dass die Bahnen wegen dem starken Seitenwind neu zugeteilt wurden und die Bedingungen nicht für alle gleich waren.
Die Enttäuschung über den verpassten A-Final sass, aber ich wollte den B-Final gewinnen und zeigen, was ich kann. Vom Start weg lieferte ich mir ein enges Rennen mit dem Griechen und dem Rumänen. Im Endspurt konnte ich mich an die Spitze setzen und das Rennen gewinnen, mit einer starken Zeit von 6:42 Minuten. Eine Zeit, mit der es im A-Final für eine Medaille gereicht hätte. Ich beendete die Weltmeisterschaften auf dem 7. Gesamtrang. Den A-Final gewann Oliver Zeidler vor Yauheni Zalaty und Jonas Juel aus Norwegen.
Highlight:
An meiner ersten Elite-WM im Skiff in die Top 7 zu fahren und dabei starke Rennen zu zeigen, die mir viel Zuversicht für die Zukunft geben. Besonders der gewonnene B-Final mit einer Zeit von 6:42 Minuten ist ein Moment, auf den ich aufbauen kann.
Lowlight:
Den A-Final zu verpassen schmerzt. Die Bedingungen auf dem Bosbaan waren durch den starken Seitenwind nicht immer fair, was den Halbfinal zusätzlich erschwert hat.
Ausblick:
Nach einer intensiven Saison gönne ich mir jetzt etwas Erholung. Ich verbringe noch einige Tage in Amsterdam, um die Stadt zu geniessen, bevor es nach Mallorca geht. Die Eindrücke und Erfahrungen dieser Saison nehme ich mit voller Motivation in die nächste Vorbereitung.
Schlussbericht von SWISSROWING
SRF Sport Zusammenfassung
SRF Interview nach dem Rennen
Renn-Video (ab 20min 50sec)
